Race Reports

In dieser Rubrik werde ich in loser Reihenfolge über interessante, abwechslungsreiche, spannende, ereignissreiche Rennen oder Anlässe berichten oder meine Gedanken äussern.

2012: Ironman Switzerland

2010: Phuket IM70.3 und Tauchen Triathlon Frauenfeld

2009: Malediven Wellness Crashbiken Zürich Marathon

2008: Zytturm-Triathlon Zug

2007: Ironman 70.3 Rapperswil-Jona

2006: Schwarzsee-MTB-Duathlon, SeelandTriathlon Murten

2005: Triathlon International de Geneve, Triathlon de Nyon, Qübec Police-WM, Murtentriathlon, Zürichmarathon,
2004: Wyland-Triathlon, Uster-Triathlon, Züri-Triathlon, Zytturmtriathlon,
2003: Wyland Triathlon, Uster Triathlon, Triathlon Nyon, Schwarzsee Triathlon, Triathlon Solothurn, Triathlon Zug


Ironman Zürich 15.7.2012 Motto: Rookie-Projekt 9:77 oder Hauptsache unter 10h

Keine Angst, ich hab mich nicht verrechnet. Und die Schlusszeit stimmt auch. Aber warum muss denn die Stunde immer 60 Minuten haben, wenn man beim ersten Ironmanplötzlich in die Nähe von Sub 10 Stunden kommt und der Marathon dann doch länger wird? Aber alles der Reihe nach. Die Wettervorhersage für den Sonntagmorgen verhiess nichts Gutes. Kurz zusammengefasst: Aprilwetter im Juli. Und genauso war es morgens um 7 Uhr im Strandbad Mythenquai. Nach vorherigen Regenschauern war es windig und kühl. Zum Glück war das Wasser wärmer als die Luft, so dass ich mich aufs Schwimmen freuen konnte. Ich kam beim Start gut weg und konnte in aller Ruhe auf der Innenseite des Feldes das Viereck und nach Landgang über die Saffainsel das Dreieck schwimmen. Raus aus dem Wasser hiess es nach 1:03 und in der Wechselzone dann der 1. Rookie-Fehler: man sollte alle Kleider vorher ausbreiten und nicht das Netzshirt zusammengelegt auf links gedreht deponieren. Nach diesem kurzen Intermezzo kam ich gut mit dem Rad raus und den Zürichsee auf der rechten Seite aufwärts. Dann durchs Zürcher Oberland. Aber warum brauten sich vor unseren Augen immer dunklere Wolken zusammen? Genau, es war ja Aprilwetter!Und pünktlich auf die steile Abfahrt von der Forch nach Küsnacht kamen Platzregen und Kälte. Na toll! Die zweiteRadrunde sah auch nicht viel besser aus und genau wieder in der Abfahrt Regen; zum Glück kein Hagel, den andere Athleten abbekommen haben. April lässt weiterhin grüssen. Selber fühlte ich mich immer noch gut und erstaunlich wohl. So fand ich mich nach 5:30 auf dem Rad wieder zurück in der Wechselzone. Und da begann eben meine Rechnerei. WENNich jetzt den Marathon in 3:20 laufen würde, wäre ich unter 10 Stunden. Aber eben… Als Ironman-Rookie weiss man noch nicht, dass nach demWENN auch noch ein ABER kommt. Und dieses ABER hiess müde Beine. Vom Lauf-Stil her zwar noch ziemlich schön (wurde mir zumindest von div. Zuschauern an der Strecke zugerufen und bestätigt), aber halt doch zusehends langsamer kam ich vorwärts. Und nach der zweiten von vier Laufrunden war klar, dass es über 10 Stunden wird. War aber nicht weiter schlimm. Denn ich war glücklich, dass ich bis dahin so gut durchgekommen war und freute mich trotz den Strapazen nurnoch auf den Zieleinlauf darauf, sagen zu können: I am anIronman! Und das konnte ich nach 10:17.46 überglücklich!Dies alles auch dank dem super Support von meiner Frau, der besten Fanmeile aus meinem Club – den Freeradicals – und allen anderen, die mich angefeuert haben. Ihr wart Spitze und habt mich zum Ironman gepusht. Und wie jeder Rookie undFinisher hab ich nach der Ziellinie gesagt: nie mehr eine Langdistanz – bis ich mich einen Tag später für die Langdistanz in Roth 2013 angemeldet habe. See you there atthe finish line.

Ironman 70.3 Phuket vom 5.12.2010 / Motto: Something different

Wo ist das? Mit dem Rad fährst du auf der linken Strassenseite, es begegnen dir Verkehrsschilder mit Warnungen vor Elephanten, die die Strasse kreuzen, beim Lauftraining rennst du an Wasserbueffelherden vorbei, bei der Schwimmstreckenbesichtigung geraetst du in Quallen und am Strand laeuft dir ploetzlich ein kleiner Elephant ueber den Weg. Ganz zu schweigen von den hunderten Mopeds und Tuctucs auf der Radstrecke und ueberall froehlich lachende Menschen. Genau, dann bist du in Thailand bzw. genauer gesagt auf der Phuket-Halbinsel im Resort Laguna Phuket, ca. In der Mitte zwischen Airport und dem beruechtigten Patong. Dort findet zum einen der beruehmte alljaehrliche Laguna Phuket Triathlon statt und in diesem Jahr zum ersten Mal eine Woche danach ein Ironman 70.3. Fuer diesen hatten sich Gisela und ich angemeldet und so flogen wir eine Woche vor dem Ironman runter, im Gepaeck unsere Raeder und auch noch die Tauchausruestung hatte im Radkoffer Platz. Da mir die Radstrecke als ziemlich anspruchsvoll beschrieben wurde und auch der Strassenzustand nicht immer ganz unserem Stand entspreche, entschied ich mich, mein normales Strassentrainingsrad mit kleinem Aeroaufsatz mitzunehmen, sowie einem berggaengigen Ritzel. Dies war eine weise Entscheidung. Unsere erste Ausfahrt am Ankunftstag fuehrte uns auf der Hauptstrasse Richtung Patong und es ging nur rauf und runter. "Zum Glueck war das nicht die Wettkampfstrecke" dachte ich mir. Die konnten wir dann am Donnerstag besichtigen bei einer offiziellen Besichtigung mit Polizeieskorte. Die ca. 55km, welche ich mitgemacht habe, bevor ich durch einen Platten abgehaengt wurde und mich allein auf den Rueckweg machte, schienen recht flach und nur leicht wellig. Und abgesehen von einem Nadeloehr in Form einer Fussgaengerueberfuehrung ueber die Autobahn bei Km 16 bzw. Rueckweg Km 66, wo jeder einzeln zu Fuss drueber musste, schienen sonst keine Schwierigkeiten im Radkurs zu stecken. Was ich aber nicht wusste war, dass bei Km 40-44 und ca. Km 75 hoellische Anstiege auf uns warteten - aber dazu spaeter.
Zuerst zurueck zu den Vorbereitungen. Wir hatten uns in einem kleineren Hotel Luftlinie ca. 2km von der Wechselzone und Schwimmstrecke einquartiert, wo man eher befremdet angeschaut wurde, wenn man die Treppe mit dem Rennrad runterkam, denn die meisten waren Badetouristen und Bang Tao, unser Urlaubsort, ein ziemlich verschlafenes kleines Nest, ganz im Gegensatz zum ca. 20km entfernten Patong, wo alle Facetten des Massentourismus geboten wurden, wie eine Durchfahrt zeigte. Unsere Wettkampfvorbereitung bestand hautsaechlich darin, noch kurze Trainingseinheiten zu absolvieren, um uns an die Hitze von ca. 25-30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit zu gewoehnen. Daneben gab es genuegend Zeit, das leckere thailaendische Essen zu geniessen, zu relaxen und sogar erste Tauchgaenge in Form eines Tagesausflug am Mittwoch - leider bei schlechtem Wetter und stuermischem Meer, standen auf dem Programm. Strandspaziergaenge und Wechselzonenbesichtigung wie auch Ironman-Expo-Shopping nicht zu vergessen. Mit jedem Tag stieg die Spannung und Nervositaet. Wie wuerde es uns als Europaer in der Hitze gehen, was erwartet uns wirklich auf der Radstrecke, wie stark ist die Konkurrenz - immerhin war der Wettkampf als Asia Pacific Meisterschaft ausgeschrieben.
So kam er, der Sonntagmorgen - Wettkampf. Gisela und ich machten uns um 0530h zu Fuss auf in die Wechselzone, da wir ja unsere Raeder schon am Vortag einchecken mussten. Der Start war auf 7 Uhr angesetzt in insgesamt 3 Wellen mit Abstaenden von je 5min. Ich war in der zweiten Welle eingeteilt, Gisela in der 3ten. Die Startvorbereitungen verliefen sehr ruhig und von der Wechselzone wurde man mit kleinen Booten ueber die Lagune ans Meer vorgefahren. Die Schwimmstrecke bestand aus einem Viereckkurs im Meer von 1200m, gefolgt von einem kurzen Sprint ueber den Strand und dann quer durch die Lagune (mit Suesswasser - aber ca. 30 Grad warm und ziemlich stinkend) in die Wechselzone. Ich erwischte einen guten Start und konnte schon bald auf die vor uns Gestarteten aufschwimmen. In einem Slalomkurs ging es durch die anderen und schon wieder Richtung Strand. Aus dem Wasser, ein kurzer Sprint ueber die Sandduene und rein in die Lagune. Pfui! Die stinkt ja wirklich. Mir wurde gesagt, an triathlonfreien Tagen - und das sind doch ca. 363 - baden in dieser Lagune auch Elephanten. Mehr Details wollte ich nicht wissen, sondern moeglichst schnell durchschwimmen. In der Wechselzone angekommen hies es, sich den Bikebag schnappen und im Wechselzelt umziehen. Alles war bestens organisiert, wie ueberigens der gesamte Wettkampf. Also los, rauf aufs Bike und ab auf die Radstrecke. Zu diesem Zeitpunkt lag ich an 3ter Stelle in meiner Kategorie und erwartete nun auf dem Rad den Grossangriff der Konkurrenz. Statt dessen war ich aber sehr gut unterwegs und konnte Grupen um Gruppen vor mir ueberholen. Ich war selbst erstaunt, wie locker die erste Haelfte des 90km-Rundkurs ging. Aber ich war ja noch nicht bei den Huegeln, welche ab km 40 folgten. Und die hatten es wirklich in sich. Zwar nicht lang, aber Ultrasteil. Waerend bei uns eine Strasse im Zickzack auf einen Berg gebaut wird, fuehrt ebendiese im Thaistyle gerade rauf (25% Steigung liegen da drin), was selbst mit einem Bergritzel im Stehen fast zum Umfallen fuehrt und manch einen Athleten mit Tri-Rad zum Absteigen zwingt und rauflaufen. Dafuer sind auch die Abfahrten entsprechend rasant, werden aber mittels gelber Flagge als neutrale Zone signalisiert, wo nicht ueberholt werden darf und angeblich nur 20km/h gefahren werden darf. Ich hatte das Glueck, dass bei mir nicht viel los war und ich an diesen Stellen gut ueber die Runde kam. Auf dem Rueckweg musste ich aber doch fuer mein zuegiges Anfangstempo buessen und hatte bei den letzten Anstiegen 15km vor der Wechselzone, natuerlich auch wieder gerade den Huegel rauf ohne Kehren, arg saure Beine. Ich konnte mich aber gut in die Wechselzone retten und machte sogar einen Kategorieplatz gut. An 2ter Stelle liegend begab ich mich auf die Laufstrecke. Und wenn bis jetzt die Temperatur mit ca. 26 Grad noch einigermassen akzeptabel war, wurde es nun gegen Mittag und mit Sonneneinstrahlung richtig heiss. Die Laufstrecke fuehrte ueber 2 Runden a je 10,5km durch die weitlaeufigen Hotelanlagen von Laguna Phuket. Die erste Runde wurde fuer mich aufgrund der hohen Radleistung mehr zu einem Leidenslauf den zu einer Topleistung. So wurde ich von einem Athleten nach dem anderen ueberholt. Ich hatte aber keine Ahnung, wer von denen in meiner Age Group war und wer nicht. In der zweiten Runde konnte ich doch noch einen Zahn zulegen. Ich rettete mich von einer Aid Station zur naechsten, wo einem jeweils frische, im Eiswasse getraenkte Schwaemme von immer freundlich laechelnden und sehr hilfsbereiten Volounteers gereicht wurden und das laeuferische Ueberleben sicherten. Gluecklich im Ziel von einem frenetisch applaudierenden Publikum empfangen war ich nur ueberwaeltigt. Ueberwaeltigt von der Schoenheit dieses Landes, den netten Leuten, den exotischen Eindruecken und einem perfekt organisierten Rennen. Am meisten hat mich aber die Schlussplatzierung gefreut: Platz 3 im meiner Alterklasse. Noch nie hatte ich an einem internationalen Rennen dieser Groessenordnung eine solche Klassierung erreicht. Und damit auch noch gleich die Quali geholt für die Ironman 70.3-Weltmeisterschaften in Las Vegas im September 2011. Dies war doch ein schöner Saisonabschluss und Entschädigung für die letzten auch nicht immer einfachen 1 1/4 Jahre, welche seit meinem Radunfall vergangen sind. Zur Erholung ging es der zweiten Woche für 4 Tage noch auf ein Tauchschiff, wo wir die Similan-Islands und Richelieu Rock betauchten und uns vom Rythmus Schlafen - Tauchen - Essen - Schlafen - Tauchen usw. leiten liessen. Alles in allem war es ein wunderschöner und abwechslungsreicher Urlaub, den wir so schnell nicht vergessen werden.
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Frauenfeld-Triathlon vom 16.5.2010 / Motto: Back to Triathlon

Nach relativ langer verletzungsbedingter Pause war ich endlich wieder fuer einen Triathlon angemeldet. Und damit es nicht allzu hart wird, hab ich mich fuer Frauenfeld entschieden. Kurz und knackig war hier das Motto. 500m Schwimmen, 17km Rad und 5.4km Laufen. Toent nicht schlecht als Einstieg. Nur leider war am Morgen die Lufttemperatur bei 8 Grad und es Nieselregnete leicht. Also nicht gerade das was man sich im Wonnemonat Mai vorstellte. So war dann auch in Frauenfeld im Freibad alles etwas frostig. Und so kalt, dass einem beim Laufen von der Wechselzone zum Start im Freibad die Fusssohle schon fast am Boden festfror. Zu allem Ueberdruss hatte ich 3min vor dem Start auch noch bemerkt, dass ich meine Schwimmbrille und Badekappe in der Wechselzone liegen gelassen hatte. Offensichtlich hatte ich bei meinem Radunfall den Kopf doch angeschlagen ;-) Also nix wie zurueckhetzen, Sachen schnappen und wieder in die Badi vorspurten. Gerade so knapp, dass der Starter bei meinem Erblicken sagte, ich koenne gleich ins Wasser huepfen und starten. Die 500m (auf jeder Bahn einmal rauf und runter und das ueber 5 Bahnen) gingen dank des warmen Wassers sehr gut. Beim Ausstieg erschlug es einem fast vor Kaelte. So zog ich mir in der Wechselzone erst mal das nasse Top aus und ein warmes langaermliges Radshirt an. Das war wohl ein weiser Entscheid. Obwohl es auf der Radstrecke zuerst mal steil Bergauf ging, war mir gerade einigermassen warm. Der anschliessend flache Teil durchs Thurgauer Hinterland war recht angenehm. Aber irgendwie wollte mein Rad (oder waren es meine Beine) nicht recht rollen. Bei der abschliessenden rasanten Abfahrt wurde es nochmals recht kalt. Zurück in der Wechselzone musste ich erst mal fuehlen, ob meine Beine noch am Koerper hingen. Ja, sie waren noch da und als die Laufschuhe an den Fuessen waren, liefen die Beine fast von allein. Es galt zum Abschluss noch 3 Runden zu Laufen. Da ich beim Einzelstart als 2ter starten durfte und den 1sten schon beim Schwimmen ueberholte, war ich also der gejagte. Am Ende der ersten Laufrunde ueberholte mich ein hinter mir gestarteter Laeufer. Ich konnte aber noch zusetzen und ihn in der dritten Runde wieder einfangen und gleich stehenlassen. So lief ich als erster im Ziel ein. Am Schluss resultierte der 4. Kategorienrang, was angesichts der Temperaturen und dem ersten Einsatz seit meinem Bikesturz im letzten August sehr gut war.
Fazit: Nach zwei guten Trainingscamps in Fuerteventura im Februar und Mallorca im Maerz/April fuehle ich mich relativ fit und freu mich auf die Mitteldistanz in Rapperswil sowie mein grosses Ziel – Langdistanz in Roth – ich komme!!!!

21.11.-6.12.2009 Ferien auf den Malediven / Motto: Erholung und back to busines:

Nachdem ich vor den Ferien wieder mit 100% Arbeiten begonnen hab, durfte ich mit gutem Gewissen den schon lange vor dem Unfall gebuchten Urlaub antreten.
So flogen Gisela und ich nach Male mit Edelweiss-Airline und anschliessend ging es mit dem Speedboat nach Helengeli im Nordmale Atoll. Dabei handelt es sich um eine sehr kleine Insel, welche ohne grossen Luxus sehr einfach und gemütlich daherkommt. So richtig zum Ausspannen, die Seele baumeln lassen und tauchen. Das taten wir in der ersten Woche jeweils zweimal am Tag von einem Dhoni aus (typisch maledivisches Boot) oder auch ab und zu am Hausriff. Dazwischen genossen wir die Ruhe in unserem Deluxe-Bungalow (der einzige auf der Insel am Westrand) oder auf dem Sonnendeck bei einem Feierabend-Drink oder einem Bierchen. Die Woche verging im Flug und am Sonntag hiess es bereits packen und am frühen Morgen zurück nach Male.
Von dort flogen wir mit dem Wasserflugzeug nach Chaaya Reef Ellaidhoo im Ari Atoll. Diese Insel ist etwas grösser als Helengeli und auch mehr Hotelinsel, d.h. es herrschte mehr Betrieb, alles war mehr verbaut und auch die Angestellten waren nicht so aufmerksam wie auf Helengeli. Doch auch diese Insel hatte ihre schönen Seiten und die lagen vor allem unter Wasser. So war die Tauchbasis sehr empfehlenswert und die angefahrenen Tauchplätze erste Wahl. Auf Ellaidhoo hatten wir auch die Möglichkeit, am Vormittag jeweils zwei Tauchgänge vom Boot aus zu machen und am Nachmittag einen. So kamen in wir in der zweiten Woche nochmals richtig auf unsere Kosten, was das Bewundern der Unterwasserwelt anging. Nur war auch wesentlich mehr Strömung als auf Helengeli, was uns dafür einen riesige Fischvielfalt bis hin zu graün Haien, Schildkröten, Adlerrochen etc. bescherte. Zwischen den Tauchgängen ruhten wir uns in unserem Waterbungalow aus oder erkundeten die Insel (was in etwa 15min daürte, um die Insel 1x zu umrunden ;-)).
Leider verging auch die zweite Woche wie im Flug und schon stand das Wasserflugzeug für uns wieder bereit zum Rückflug nach Male und von dort mit Edelweiss back to Switzerland. Die zwei Wochen waren mega erholsam und so kann ich jetzt wieder mit frischer Energie in die Arbeit und mit neüm Elan ins Training einsteigen und hoffen, dass mein Knie, welches immer noch ab und zu schmerzt, alles brav mitmacht. In dem Sinn wünsch ich euch merry x-mas und happy new year.
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2.-4.10.2009 Wellnessweekend in Austria / Motto: auf dem steinigen Rückweg zur Normalität:

Bereits sind seit dem Bike-Unfall gut 6 Wochen vergangen. In dieser Zeit ging es vor allem darum, alle Brüche (Knie, Hand, Rückenwirbel) in meinem Körper zu reparieren und mich von den ganzen Unfallstrapazen zu erholen. Dazu gehört auch mal ein Wellness-Weekend, welches Gisela und ich in Tux im Zillertal genossen hatten mit Tagesausflügen auf den Hintertuxer Gletscher (mit der Seilbahn gut zu erreichen...) und viel Relaxen und Wellnessen in einem sehr empfehlenswerten Hotel (www.tuxerhof.at). Daneben stehen jetzt die ersten leichten Trainingseinheiten auf dem Spinning-Bike mit 0(!)-50 Watt und moderates Krafttraining auf dem Tagesprogramm. Ab dem 12. Oktober 09 geht’s dann wieder mit einem Teilpensum an die Arbeit. Und hoffentlich bis Ende Jahr wieder zu 100% Einsatz- und auch Trainingsfähig. Ich bin auf jeden Fall guten Mutes und optimistisch.
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18.8.2009 Crashbiken:

Tja, leider war es diesmal doch ein zu heftiger Aufprall mit dem Mountain-Bike. Auf dem Weg zur Arbeit in Zürich übersah mich ein Pw bzw. ich auch ihn und so knallte ich in seine Seite. An den Unfall selbst kann ich mich nicht erinnern. Ich kam erst wieder zu mir, wo die Helfer schon auf Platz waren. Die Sanität brachte mich ins Spital Neumünster im Zollikerberg. Dort wurde ich erst mal komplett durchgeröngt, denn es bestand zürst Verdacht auf Rückenverletztung. Dies bestätigte sich zum Glück nicht. Mein linkes Knie hatte aber weniger Glück. Die Kniescheibe war gebrochen und am linken Unterarm war die Speiche ebenfalls gebrochen. Diese konnte man mit Schienen fixieren und das Knie wurde noch gleichenabends operiert und ist seit dann für ca. 6 Wochen ruhigestellt. So ist diese Saison leider für mich gelaufen und ich kann frühzeitig in die wohlverdiente Saisonpause, leider auf schmerzhafte Weise. Ich hoffe aber, das Training im Herbst wieder aufzunehmen und bin guten Mutes, im 2010 in Roth meine erste Triathlon-Langdistanz zu machen. Ich danke allen, die mir in dieser schmerzhaften Zeit geholfen haben und hoffe, euch passiert dasselbe wie mir nie.
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Zürich-Marathon vom 26.4.2009 / Motto: Von einem Tunnel zum anderen

Endlich war es wieder mal soweit für einen Marathon. Nach meiner sehr guten Leistung in Berlin im letzten Herbst (siehe Resultate) war ich natürlich topmotiviert und bereit, meine Sub-3-Stunden Zeit zu bestätigen. Insbesondere nach den guten Vorbereitungen in Tossa und den fast 3 Wochen Triathlon-Camp in Mallorca bei Hannes. Dort hatten wir ja bedingt durch das schlechte Wetter in der zweiten Camp-Woche genügend Zeit für ausgedehnte Läufe.
Leider machte mir in den letzten zwei Wochen vor dem Marathon mein linkes Knie wieder zu schaffen und ich war nahe dran, gar nicht zu starten. Aber nichtsdestotrotz stand ich am Sonntag früh um kurz vor 8 Uhr auf der Autobahnzufahrt vor dem ütlibergtunnel und freute mich, erstmals den ütliberg von unten kennenzulernen. Ja genau, der Marathon führte nämlich dieses Jahr ausnahmsweise durch den noch nicht für den Verkehr freigegebenen ütlibergtunnel. Und das war Grund genug, es nochmals in Zürich zu versuchen mit einem Marathon.
Der Start verlief optimal und schon wurden wir von der Tunnelröhre in Beschlag genommen. Es war ein spezielles Gefühl, die 4,4km durch die Röhre nach Wetzwil zu laufen und gleich wieder retour. Und im Hinweg war auch eine leichte Steigung dabei, welche zwar nicht ersichtlich war aber aufgrund der Pulswerte spürbar. Danach ging es via Bederstrasse an den See hinunter und über die Quaibrücke Richtung Meilen dem rechten Seeufer nach auf der bekannten Strecke. Bis in die Stadt fühlte ich mich soweit o.k. Aber was war plötzlich los. Kaum war ich am Bürkliplatz bzw. Bellevü vorbei, überkam mich eine Unlust und ich wollte nur noch aufhören. War das wohl ein zweiter Tunnel, ein persönlicher innerer. Nach kurzer Pause am Strassenrand bei Km 13 (ich war zu dem Zeitpunkt immer noch deutlich unter dem 3-Stunden-Fahrplan) raffte ich mich nochmals auf und lief weiter. Nach weiteren knapp 5 km auf Höhe Zollikon war dann die Luft komplett raus. Mit Blasen an den Füssen, schweren Beinen und einem Kopf, der nur noch sagte ‚aufhören’ sass ich am Strassenrand und war der Verzweiflung nahe. Kein Wendepunkt in Meilen, kein Alp-d’Hüz-Feeling auf der Quaibrücke bei der Rückkehr, kein Glücksgefühl beim Erblicken des Zielbogens am Mythenquai. All das sollte es diesmal nicht geben. Aber auch das gehört zu einem Sportlerleben. Niederlagen einstecken, für einmal aufgeben. Durch einen weiteren Tunnel gehen bzw. laufen.
Aber eine Medaille hat ja immer zwei Seiten. Und so ist es vielleicht gut, dass ich in 4 Wochen am Ironman 70.3 in St. Pölten schneller wieder frische Beine habe und dort eine gute Leistung zeigen kann – so wie mir eine Kollegin schrieb: keep on smiling oder wie ein bekannter Marathonläufer sagt: run and smile. Und so gibt es auch bei diesem Tunnel Licht am Ausgang. Austria, ich komme :-)

Zytturm-TriathlonZug vom 15.6.08 / Motto: Lange Wettkampfpause, kurze Wettkampfdistanz!

Nach längerer Wettkampfpause, bedingt durch mein nach wie vor schmerzendes linkes Knie (Ursache unbekannt), welches mir ein Lauftraining fast verunmöglicht, stand ich am Sonntag kurzfristig wieder im Wettkampfeinsatz. Die Short-Distance in Zug über 0.5km Schwimmen, 40km Radfahren und 5km Laufen kommt meinem aktüllen Trainingsstand gerade entgegen. Wenig Zeit zum Schwimmen, viele Radkilometer (u.a. Camps in Lanzarote und Mallorca absolviert im Frühjahr) und wenig Laufkilometer. Also nix wie hin, dachte ich mir. Nur war der Start extrem früh, d.h. um 08:10h und ich musste mich erst noch Nachmelden, da ja alles gar nicht geplant war. So waren Gisela und ich bereits um 05:30h unterwegs nach Zug *gääähhhn*.
Vor Ort empfing uns nicht gerade sommerliche Wärme sondern beinahe arktische Temperaturen von knapp 8° Celsius. Die aufmunternden Worte des Speakers, der See habe 18° Celsius förderte meinen Optimismus nicht gerade weiter. Aber wir durften ja mit Neo schwimmen und zum Glück hatte ich 2 Badekappen dabei, so dass ich wenigstens nicht an den Kopf friere. So stürzte ich mich um 08:10h mit 100 anderen Athleten in den frischen Zugersee, um die 500m Schwimmstrecke vom Strandbad zurück zum Landsgemeindeplatz unter die Füsse bzw. unter die Arme zu nehmen. Nach knapp 9min konnte ich bereits das kalte Wasser verlassen, raus aus dem Neo und rauf aufs Velo.
Aber wirklich wärmer wars auch da nicht. Dafür hatte ich 40km lang Zeit, auf dem flachen Rundkurs um den Zugersee das Windschattenverhalten einiger Athleten zu beobachten. Keine Ahnung, warum manche Leute Zeitfahrmaschinen für mehrere Tausend Franken kaufen, wenn sie damit die ganze Zeit 10cm hinter dem vorderen Athlet fahren. Aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht hierher. Ich versuchte mein eigenes Rennen zu fahren was bei der flachen Strecke in einem flotten 40-er Schnitt auch gut ging.
Dafür war der Wechsel zum Laufen umso mühsamer und ich kam dort nicht auf Touren. So waren bereits kurz nach dem Wechsel alle Athleten weg und ich lief fast allein die 5km-Runde in einem mässigen Tempo.
Dafür tat mein Knie ausnahmsweise nicht weh. Ich glaub, ich muss mehr Wettkampftrainigs machen. Am Ende schaute doch der 12. Platz Overall und der 6. Platz in der Kategorie heraus, was für meinen aktüllen Trainingsstand ein sehr gutes Resultat ist. Bis zum nächsten Wettkampf daürt es allerdings wieder etwas. Ustertriathlon ist erst Ende August. Bis dahin wirdùs noch einiges aufzuarbeiten geben.
Resultate siehe My Results
Fotos

Ironman 70.3 Rapperswil vom 3.6.07 / Motto:Mittlere Distanz, lange Freude!

Kurz für Nichttriathleten zur Erklärung: Ironman 70.3 ist eine neü Serie von sogenannten Halbdistanzwettkämpfen unter dem Lable von Ironman mit den Distanzen 1.9/90/21km. Ziel ist wie beim 'grossen' Ironman ein Qualiplatz für die Weltmeisterschaften zu ergattern, im Fall der 70.3-Serie in Clearwater/Florida. Dies zur Einleitung. Nun zum eigentlichen Wettkampf:
Die Anlage rund um die Diner's-Club-Arena gleich neben dem Kinderzoo in Rapperswil bot genügend Platz und Ausbreitungsmöglichkeiten für einen Wettkampf in dieser Grössenordnung (Rund 1'200 Athleten sowie Staffelwettkämpfe). So war die Wechselzone fein säuberlich aufgereit auf einem Kunstrasenfussballplatz (leider mit sandigem Boden), eine grosse Triathlon-Expo auf dem Vorplatz vor dem Stadion, die Schwimmstrecke schnurrgerade im Obersee bis zu einer kleinen Insel rauf und ebenso gerade zurück, die Radstrecke mit knackigen Aufstiegen und rasanten Abfahrten, die Laufstrecke durch die schöne Altstadt von Rappi mit dreimaligem Stairways-to-heaven-Aufstieg zum Schloss hinauf (65 Tritte mit verkrampften Oberschenkeln sind nicht heaven sondern heavy!) und der Zieleinlauf nach einem scharfen Eckensprint in der Arena selbst unter ohrenbetäubendem Musiklärm.
Und wie erlebte man das alles als Mitteldistanz-Neuling? Ich kann euch vorweg sagen, es war einfach hammermässig und sauschön. Eigentlich bin ich noch sehr ruhig an den Start gegangen. Kein Wunder, die Schwimmstrecke war bei 14° Wassertemperatur auch verkürzt worden auf 1,4km. Oder war es wohl eher die Morgenmüdigkeit? Wach wurde man auf jeden Fall beim Sprung ins Wasser. Zum Glück bin ich erst 5min vor dem Start reingehüpft und so war das Leiden nicht allzu lang bis zum Startschuss. Ich konnte von Anfang an ruhig losschwimmen und wurde relativ wenig behindert oder geschlagen. Nach bereits 24min konnte ich das kalte Wasser wieder verlassen und freute mich auf die Radstrecke. Diese hatte ich bereits im Training mehrfach kennengelernt, das letzte mal mit 'Leidensgenossen' eine Woche vor dem Event. Nur absolvierten wir da jeweils bloss eine Runde und diesmal waren es halt zwei, total 90km. Der erste scharfe Aufstieg von Schmerikon nach Eschenbach hatte es in sich und vor lauter Anstrengung sah man schon Hexen am Strassenrand – oder waren die Echt? Schliesslich hiess der Aufstieg auch Witche's Hill. Ich hatte aber gar keine Zeit, um weiter darüber nachzudenken, den von Eschenbach gings gleich weiter den Berg rauf bis zum höchsten Punkt in Goldingen. Von dort folgte dann eine rasante Abfahrt via Ermenswil, kurz unterbrochen von einem kleinen Anstieg, weiter via Eschenbach nach Schmerikon runter und dem See entlang zurück nach Rappi. Von einer grossen Fangemeinde (allen voran Gisela) angefeürt gings auf die zweite Runde. Da machten sich allerdings schon die ersten Krämpfe in den Oberschenkeln bemerkbar beim Aufstieg nach Goldingen und ich überlegte mir, ob ich wohl auf dem Rad überzockt hatte und auf der Laufstrecke das Mitteldistanz-Lehrgeld bezahlen müsste. Den es erwarteten mich ja nicht bloss 10km wie bei der Kurzdistanz, sondern deren 21, aufgeteilt in drei Runden. Doch um mir darüber den Kopf zu zerbrechen hatte ich gar keine Zeit, denn nach bereits 2h34min war ich zurück in der Wechselzone und musste jetzt einfach raus auf die Laufstrecke.
Zu meinem Erstaunen lief ich aber relativ locker los Richtung Rapperswiler Innenstadt. Doch oh weh, schon kam der erste Treppenaufstieg zum Schloss und wie oben schon beschrieben war oben kein Himmel, sondern beide Oberschenkel total verkrampft. Ich versuchte möglichst locker weiterzulaufen und bei jeder Verpflegungsstelle, deren gab es ca. alle 2km, mich mit Bouillon und Wasser über die Runden zu krampfen – äh kämpfen. Ich hatte aber trotz dieser Krämpfe ein gutes Laufgefühl und überholte Athlet um Athlet mit einem konstanten 4er-Schnitt. Leider gab es von Runde zu Runde mehr Athleten auf der zum Teil recht verwinkelten und schmalen Laufstrecke (insbesondere der Teil dem See entlang), was das überholen nicht einfacher machte und die Krämpfe nicht lockerer liess. Aber durch die Abwechslung und vor allem die zahlreichen Zuschaür entlang der Strecke war für genügend Ablenkung gesorgt und so kam ich zügig über die Laufrunden und konnte mit einer Laufzeit von 1h25min zum Schlusssprint ins Stadion ansetzen. Ja, ihr habt richtig gelesen, trotz der Krämpfe reichte es am Schluss noch für einen Stadioneckensprint, welcher auch bitter nötig war, wie sich am Ende in der Rangliste zeigte. Mit einer Schlusszeit von 4h28min wurde ich in der Kategorie 13ter, was bei 13 Quali-Plätzen für die WM in Florida einen fixen Platz bedeutete. Allerdings trennten in meiner Kategorie Platz 12 bis 17 nur knapp 1 1/2min. So war also mein Schlusssprint zugunsten eines sicheren Quali-Platzes durchaus berechtigt. Umsomehr kann ich mich jetzt auf die WM in Clearwater/Florida freün. Und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen, die mich beim Vorhaben IM 70.3 unterstützt haben, recht herzlich bedanken. Aber auch Rapperswil und die Zuschaür boten eine wunderschöne Kulisse für einen sehr gut organisierten Wettkampf.
Prädikat empfehlenswert.
Resultate siehe My Results
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Alpine-Duathlon Schwarzsee vom 22.7.06 / Motto: A Triathlete goes Offroad-Duathlon

Am Anfang die Quizfrage: An welchen drei Punkte erkennt man einen Triathleten in einem Duathlon-Feld?
Punkt 1: er trägt keine Socken.
Punkt 2: er trägt ein Tri-Top statt eines Veloshirts.
Punkt 3: beim Aufwärmen macht er mit den Armen Crawl-Bewegungen statt sich einzulaufen.

Nun zum Wettkampf selbst. Ich versuchte mich also erstmals an einem Duathlon und dann erst noch einem Offroader, d.h. mit Mountain-Bike. Den Schwarzsee kennen viele vermutlich noch von früher vom normalen Triathlon. Dieser See liegt auf 1050m.ü.M in einem Hochtal, umgeben von Bergen, in der Nähe von Fribourg. Neben dem Duathlon wurde von den Organisatoren auch noch ein MTB-Triathlon und MTB-Triathlon light angeboten.
Bei der Streckenbesichtigung mit dem Mountain-Bike wurde mir bewusst, dass es kein Zuckerschlecken werden wird und die 14km-Runde für mich als Bike-Laie nicht leicht werden wird (trotz Anküdigung einer leichten Bike-Strecke im Programm). Aber los ging es ja mit Laufen. Eine Einführungsrunde von 4km war angesagt.
Punkt 12 Uhr bei brütender Mittagshitze erfolgte der Startschuss. Und nach 100m wurde mir klar, dass das Offroad nicht nur auf die Bike-Strecke zu beziehen war, sondern auch auf die Laufrunde. Es ging gleich in den Wald, über Stock und Stein, dann einem Fluss nach, durch das Flussbett, den Berg rauf wiederum durch den Fluss zum ersten Wendepunkt. Von dort alles runter, dem Wanderweg entlang zum See und wieder zurück über Wurzeln und Geröll in die Wechselzone. Ich war froh, die Füsse heil über alle Hindernisse gebracht zu haben.
Nun aber rauf aufs Bike und los geht's. Zürst über Kieswanderwege dem See und anschl. dem Fluss Sense entlang. Doch auch Single-Trails und Brückenüberqürungen zu Fuss mussten bewältigt werden. Und auch steile Aufstiege. Dort unterschied ich mich wiederum von den typischen Bikern: diese fuhren die Kiesrampen rauf, während ich schwer schnaufend das Bike hochschieben musste. Zu meiner Beruhigung waren es aber wenige, die alles durchfuhren. Nach einer Extraschlaufe und einer letzten steilen Rampe gings auf der Strasse zurück in die Wechselzone.
Helm weg, Bikeschuhe ausziehen und auf die zweite Laufrunde über erneut 4 alpine Kilometer mit den gleichen Schwierigkeiten wie oben beschrieben. So war ich froh, nach 1 Stunde 18 Minuten mit einem 6. Kategorienrang ins Ziel einlaufen zu können.
Dieser Wettkampf war ein alpines Erlebnis der besonderen Art und landschaftlich sehr reizvoll. Die Organisation war sehr gut und es schienen sich viel untereinander zu kennen. Als Abwechslung zum normalen Strassentriathlon/Duathlon kann ich ihn jedem empfehlen. Wer also neben dem Rennvelo auch ein Bike zu Hause stehen hat, soll sich nächstes Jahr in der Wettkampfplanung mal diesen Triathlon oder Duathlon einbaün.

SeelandTriathlon Murten vom 12.6.06 / Motto: Kalt und Warm

So, nun ist sie also lanciert, die Saison 2006. Nach dem Auftakt-Sprint-Triathlon in Kölliken mit Rang 4 in der AK1 gings für mich in Murten zum ersten Mal dieses Jahr über die Olympische Distanz. Und im Gegensatz zum letzten Weekend, wo in Sempach beim Skinfit-Triathlon ein Duathlon ausgetragen wurde wegen der kalten Wassertemperaturen hatten die Veranstalter in Murten kein Erbarmen mit uns und wir mussten uns in den 15 Grad kühlen Murtensee stürzen *bbrrr*. Aber siehe da, mein neür X terra-Schwimmanzug zeigt beste Kaltwasserwerte. Zwar sehr eng beim Anziehen hat er dafür im Wasser den Vorteil, dass er kein Wasser reinlässt.
Nach einer chaotischen Vorstartphase, das Boot mit der Startleine bewegte sich rückwärts in die Athleten statt vorwärts bzw. am Ort zu bleiben, wurden wir schon frühzeitig losgeschickt. Der Dreieckkurs im Murtensee galt es 2x zu umrunden. Mit neüm Material scheint immer irgendwie alles viel leichter zu gehen und so konnte ich mein mangelndes Schwimmtraining im Winter mit super Auftrieb und optimaler Wasserlage kompensieren und war zügig unterwegs. Nach knapp 24 Minuten war ich bereits zurück in der grosszügig angelegten Wechselzone, aus dem Anzug raus, Brille und Helm auf, Startnummer auf den Rücken (ja, ab diesem Jahr gilt dies wieder) und ab mit dem Velo Richtung Ausgang.
Die Radstrecke führt nach kurzem flachen Einrollen einen ersten knackigen Aufstieg rauf um anschliessend oberhalb Murten einen weiteren längeren Aufstieg über 4km folgen zu lassen. Nach den kühlen Wassertemperaturen empfing uns gleich die Wärme des späten Vormittags, so dass wir ordentlich ins Schwitzen kamen. Leider kam auf der Anhöhe im Flachen Teil der Strecke zwischen km 5 und km 15 ordentliche Gegenwind dazu, welcher zusätzliche Kraftreserven kostete. In der Abfahrt Richtung Murten war dann Topspeed angesagt und vor Murten auch nicht mehr das letztjährige Verkehrschaos und Kiesbettfahren sondern geordnete Bahnen. Die Radstrecke galt es 2x zu bewältigen, was in meiner Gruppe nicht alle realisierten und schon nach einer Runde zusammen mit den Halbdistanzathleten Richtung Wechselzone abbogen, so dass ich auf der zweiten Runde während des ganzen Aufstiegs alleine unterwegs war und erst am höchsten Punkt wieder eingeholt wurde. Zurück von der zweiten Radrunde brannte die Sonne schon ordentlich am Himmel und wir machten uns auf den Weg, die zwei Laufrunden entlang des Murtensees in Angriff zu nehmen.
Diese Strecke ist zwar recht Abwechslungsreich, führte durch Villenquartiere, entlang mariner Industrie, durch Wald und Panzersperren dem Uferweg über Brücken und um Ecken folgend zurück in die Wechselzone. Leider tummelten sich um diese Zeit neben den Kurzdistänzlern auch noch die Halbdistänzler und Sonntagswanderer mit Kinderwagen auf der gleichen Strecke, so dass es Zeitweise fast unmöglich war, langsamere Läufer zu überholen und die Laufstrecke wurde zu einem wahren Hindernisslauf.
Nichtsdestotrotz erreichte ich netto eine ansprechende 38er Laufzeit. Leider reicht dies in der AK1 in diesem Jahr offensichtlich nicht mehr für eine Top-10-Platzierung, so dass ich mich auf dem 15ten Schlussrang wiederfand (38er Overall). Es war aber ein schöner Saisonauftakt und ich freu mich bereits auf nächsten Sonntag, wo der Wettkampf Zytturm-Triathlon in Zug heisst.

Triathlon International Genève vom 28.8.05 / Motto: Vom Winde verweht

Das ist ja vielleicht ein Saisonabschluss!
Da muss man extra nach Genf reisen, um noch die Schweizermeisterschaft bestreiten zu dürfen und wird dort am Sonntag Mittag zwar von Sonne aber heftigem Ostwind begleitet. Aber eigentlich dürfen wir uns ja nicht beklagen, denn bei der Anreise am Samstag Nachmittag hat es ja noch geregnet. So gab es nur Startnummern fassen und Wechselzone besichtigen. Für eine Streckenbesichtigung wars mir echt zu nass.
Am Sonntag Vormittag lachte aber bereits die Sonne ins Hotelzimmer, welches wir ca. 500m vom Start entfernt hatten. Es schien ein optimaler Tag zu werden. Noch schnell einen Teller Pasta ohne Beilage (der Teürste, den ich bis jetzt hatte: Fr. 19!!!) reinhaün und ab ins Start/Zielgelände. Gerade war die Pro und ITU/ETU-Serie gestartet worden und wir konnten Studien der verschiedenen Wechseltechniken der Profis machen. Die Jungs und Mädels sind ja wirklich fix. Leider mussten wir vor deren Laufsplit an unseren Start denken.
Der Herren-Start war auf 1345 Uhr festgesetzt. Leider nahm der Wind stündlich zu und so blies uns eine Steife Brise entgegen als wir am Strand des Strandbades standen. Wir mussten ein Viereckkurs in den Genfersee hinaus zweimal absolvieren (= 1,5km). Der Start verlief gut, aber kaum im Wasser schlugen einem die Wellen entgegen. So war der Hinweg von vielen Luftwasserlöchern geprägt. Dafür war auf dem Rückweg Bodysurfing angesagt. Man wurde förmlich auf den Strand gespühlt. Die zweite Runde das selbe Spiel. Ich war froh, aus dem Wasser zu kommen und rüber in die grosszügig angelegte Wechselzone auf einem Parkplatz am See.
Dafür war der Weg raus auf die Strasse mit dem Velo umso weiter. Aber siehe da, die ganze Strasse war abgesperrt und nur für uns Radfahrer gedacht. Soooooo schön. Aber Windschatten war dennoch nicht erlaubt. Leider tummelten sich mit zunehmendem Rennverlauf immer mehr Radfahrer auf der Strecke, denn es waren 6 Runden à 7 km zu absolvieren und so war irgendwann einfach alles voll. Vor allem an der einzigen Steigung von 70 Höhenmeter auf knapp einem Kilometer war fast anstehen angesagt. Dafür hatte man beim Runterfahren mehr Platz aber auch zig Schlaglöcher und Erhöhungen, die den Felgen arg zusetzten. Trotzdem war die Radstrecke schön und im Start/Zielbereich am See unten waren sehr viele Zuschaür, die einem anfeürten. So verging die Zeit im Flug und schon waren die 6 Runden um und ich durfte wieder den langen Weg zu meinem Platz in der Wechselzone rennen.
Leider war ich zu diesem Zeitpunkt ca. 30 Sekunden hinter der ersten Radgruppe und schaffte den Anschluss an die Spitze im Laufen nicht mehr. Trotzdem gelang es mir, beim abschliessenden Laufsplit, welcher aus 4 Runden à mehr als 2,5km bestand, noch drei oder vier Konkurrenten zu überholen.
Schlussendlich belegte ich den 24ten Rang Overall und den 7ten in der AK1 (und ''dank'' drei Auslaendern vor mir den 4. Platz in der SM-Wertung).
Ich war sehr zufrieden mit dem Rennen und der Triathlon Genève ist trotz des Windes auf jeden Fall eine Reise wert.

Resultate siehe My Results

Triathlon Nyon vom 7.8.05 / Motto: Im Wellenbad der Gefühle

Nyon,bei diesem Triathlon kommen Erinnerungen an 2003 auf, wo ich in der Hitze regelrecht eingegangen bin. Dies schien sich dieses Jahr zumindest nicht zu wiederholen, denn der Himmel war bewölkt und es tröpfelte sogar am Vormittag, als Gisela am Start war beim Mini-Tri. Aber alles der Reihe nach.
Wir reisten bereits am Samstag nach Nyon und durften Gastfreundschaft und übernachtungsgelegenheit bei Jacqüline und Gerry Heibei (Mitglieder der Freeradicals, Aussenposten Welschland) in Anspruch nehmen. Dank dieser liebevollen Triathletenbetreuung waren Gisela und ich topmotiviert. Als jedoch der Wecker am Sonntag Früh um 0630h klingelte fragten wir uns schon, ob wir wirklich den richtigen Sport gewählt haben. Wie sich dann aber Gisela in die Fluten stürzte und qür durch alle Konkurrentinnen nach vorne schwamm war das Triathlonfieber wieder geweckt. Sie war auch auf ihrem neün Velo kaum zu bremsen und beim Laufen war sie so zügig unterwegs dass ich mich als Kameramann ordentlich sputen musste, um noch ein Foto schiessen zu können.
Da mein Start erst um 1315h war fuhren wir nochmals zu unseren Gastgebern um eine Portion Spaghetti zu verdrücken. So gestärkt konnte mir ja nix mehr passieren. Dennoch hatte ich meine Zweifel den ich war immer noch verkühlt und fühlte mich schlapp.
Kaum erfolgte jedoch mein Start im Wasser war alles wie weggeblasen und ich versuchte Gas zu geben. Leider blies der Wind recht stark und so gabs ordentlich Wellen von der Seite her und ich trank den halben Genfersee leer auf dem Viereckskurs über die 1,5km.
Danach folgten erst mal 500m Laufen (die wohl längste Schwimmaustiegbiswechselzonestrecke der Schweiz) ins Sportstadion oben, rauf aufs Velo und ab auf die 4x10km-Runden, die sehr coupiert waren. Gegenüber meinem letzten Triathlon in Solothurn hatte ich aber diesmal mehr Druck auf den Pedalen und konnte mich in der Spitzengruppe halten. Leider wurde die mit der Zeit so gross, dass man nur entweder die Flucht nach vorne ergreifen konnte oder am Schluss des Feldes locker mitrollen und die Beine hängen lassen. Die Race Marshalls waren zwar daürnd um uns aber wirklich durchgegriffen haben sie selten. Was solls, Spass gemacht hats trotzdem und die Beste Velozeit der AK1 konnte ich für mich verbuchen.
Zurück in der Wechselzone wollte ich eigentlich gleich mit der gleichen Gruppe mithalten auf der Laufstrecke. Das war aber nicht, denn kaum bin ich losgerannt hatte ich Magenkrämpfe ohne Ende, die mich zwangen, die ersten 3km nur locker zu Joggen statt tüchtig Gas zu geben. Schade, denn die Ausgangslage hätte opitmaler nicht sein können. Die 10,5km lange Laufstrecke verteilte sich auf zwei Runden und führte jedesmal durchs Sportstadion und danach wieder in den Wald rauf. Auf der zweiten Runde lief es dann besser und als auf dem letzten Kilometer der Druck von hinten zunahm hatte ich noch genügend Reserven, den Vorsprung ins Ziel zu retten.
über die Platzierung war ich mir nicht sicher und Ranglisten gab es bis zur Abreise auch noch keine. Als uns aber Gerry auf dem Heimweg anrief, um mir mitzuteilen, dass ich 7. in der Kategorie und 21. Overall wurde, war ich mega glücklich, denn dies hätte ich nicht erwartet und stellt die beste Platzierung in dieser Saison dar.
Abschliessend möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Jacqüline und Gerry für die super Gastfreundschaft bedanken. Es hat wirklich Spass gemacht und wir kommen wieder, auch nach Nyon.
Resultate siehe My Results

Seeland-Triathlon Murten vom 11. Juni 2005 / Motto: Viele Premieren

So, die Triathlon-Saison 2005 ist voll lanciert und ich bin auch mal wieder mit einem Race Report zur Stelle. Nachdem ich vor einer Woche in Kölliken an einem Sprint-Triathlon gestartet bin und dort den 4. Platz in der AK1 holte, erhoffte ich mir doch heute in meinem ersten Olympischen Rennen dieser Saison (1. Premiere) neürdings in der AK1 (2. Premiere) doch ein gutes Resultat.
Und ebenfalls eine Premiere war der Austragungsort. Der Seeland-Triathlon in Murten fand dieses Jahr zum erstenmal statt (als Ersatz für den Schwarzsee-Triathlon) und war auch gleich als VW-Circuit ausgeschrieben. So wusste wenigstens niemand, wo die Strecke durchführte und es war für alle das erste mal. Genauso wie für die Organisatoren. Und die hatten alle Hände voll zu tun rund um das kleine Städtchen Murten und das Chaos begann schon bei er Anreise, als wir von der Autobahn kamen und im Stau standen und rund um uns das Rennen über die Halbdistanz führte und die armen Athleten um unsere Autos Slalom fahren mussten. Das liess nix gutes Ahnen für unser Rennen, denn wir durften ja die gleiche Strecke fahren. Aber die Wechselzone am Strand von Murten war sehr schön gelegen. Das liess doch einiges erhoffen.
Das Einschwimmen vor dem Start war kurz und schmerzlos, da das Wasser nur 17 Grad hatte. Wir durften einen Wasserstart ausführen und anschliessend zwei Runden in einem Dreieckskurs schwimmen. Ich kam sehr gut weg und konnte relativ kontaktlos zu meinen Mitstreitern durchs Wasser schwimmen. Nach knapp 24 Minuten war ich auch schon draussen und jetzt erwartete mich die nächste Premiere.
Ich durfte das erste mal mit meinem neün BMC-Phonak-Velo starten, welches ich erst am letzten Mittwoch in Empfang nehmen durfte. Aber auf diesem Velo läuft alles etwas leichter und so konnte ich mich sehr gut in der zweiten Radgruppe halten. Die Velostrecke, welche aus zwei Runden à 20km bestand, war am Anfang recht steil und als es dann endlich flacher wurde, hatten wir Gegenwind. Auf der Abfahrt kurz vor der Wechselzone war dann eine weitere Premiere: wir durften kurz durch ein Kiesbett fahren. Trotzdem war ich mit der Velo-Zeit von 1:06 sehr zufrieden und überglücklich über mein neüs Velo.
So fiel es mir fast schwer, mich von meinem Velo zu trennen und auf die abschliessenden zwei Laufrunden à je 5km entlang dem Strand von Murten zu gehen. Aber siehe da. Auch das lief sehr locker und ich überholte Athlet um Athlet. Und selber wurde ich nur noch von wenigen Athleten überholt. Am Schluss konnte ich mit einer Laufzeit von genau 36 Minuten aufwarten.
Die Schlusszeit von 2:06:49 bedeutete Rang 25 Overall und Rang 8 in der AK1, womit ich bereits eines meiner Saisonziele erreicht hätte, nämlich einmal in die Top Ten der AK zu laufen. Aber die gute Form lässt auf die WP&FG in Qübec hoffen.
Mehr dazu gibts nach Kanada. Bis bald.
Resultate siehe My Results

Zürichmarathon vom 3. April 2005 / Motto: Marathonuhren laufen etwas anders

Es ist Sonntag Morgen um 0600 Uhr und meine Uhr läuft noch normal. D.h. es ist der grosse Tag des Zürichmarathon und ich freu mich auf den Start. Es scheint ja alles perfekt zu sein. Das Wetter ist schön, die Temperatur nicht zu heiss, ich hatte ein gutes Trainingscamp in Mallorca hinter mir und ich hab genug geschlafen. Also los, das selbstgebackene Dinkelbrot (ein Geheimtipp) verdrücken, Auto packen mit dem Fahrrad für Gisela (leider nicht für mich) und los gehts in die eigene Garderobe bei der Wasserschutzpolizei. So ist eine Marathonvorbereitung angenehm. Schon um 0800 Uhr bin ich bereit und es könnte losgehen. Aber der Start ist erst um 0830 Uhr. Und mein Ziel wär eigentlich, um 1130 Uhr wieder am gleichen Ort am Mythenquai zurück zu sein.
Aber eben, Marathonuhren laufen ab und zu anders. Bis nach Meilen rauf gings sehr gut und ich kam zügig voran. Hab zwar gehört, dass mein Coach vor mir sei, aber das beunruhigte mich nicht. In Meilen war wie immer Riesenstimmung und es ist ein Erlebniss, dort vorbeizurennen. Auf dem Rückweg bei Halbmarathondistanz in Erlenbach lag ich mit 1:28 Minuten noch sehr gut in der Zeittabelle, die ich mir zurechtgelegt hatte. Ich fühlte mich auch noch sehr gut. Es ging alles bis Km 27, Höhe Bahnhof Tiefenbrunnen. Da kam leider einmal mehr mein altes Problem zu tage, auch dieses Jahr: die Wadenkrämpfe begannen ohne Vorwarnung einzufahren. In regelmässigen Abständen von 500m kam ein Schub, zürst nur im linken Bein, dann auch rechts. So litten die Km-Zeiten sehr schnell an Schwindsucht und ich fiel immer mehr zurück in der Zeittabelle. Zum Glück war mein Engel, Gisela, genau zur richtigen Zeit an der Bellerivestr. und konnte mich mit meinem Lieblingssnack versorgen. Danach tauchte sie immer wieder an der Strecke auf, motivierte mich und versorgte mich mit Cola. Dank dieser Unterstützung schaffte ich es wenigstens, doch noch über die Runde zu kommen, leider nicht mehr in der anvisierten Zeit von unter 3 Stunden. Am Schluss musste ich auf der Zielgerade am Mythenquai sogar noch Gas geben, dass ich noch unter 3:15 blieb, was ich um knapp um 5 Sekunden schaffte. Meinen Coach hab ich nicht mehr eingeholt und auch von anderen Kollegen aus dem Club wurde ich noch überholt.
So kam die Erkenntnis, dass der Marathon seine eigenen Gesetze hat und auch die Zeit ab und zu anders läuft. Aber alles in allem war ich zufrieden, im Ziel angekommen zu sein und kann nun hoffen, dass meine verkrampften Beine sich möglichst schnell wieder lösen.
Es war aber trotzdem schön und die Stimmung wie immer genial.
Resultate siehe My Results
Bilder vom Zürimarathon

Wyland-Triathlon vom 29. August 2004 / Motto: weniger ist mehr

Eigentlich ist das Motto vom Wyland-Tri ja umgekehrt, es gibt mehr, vor allem mehr Wechsel. Dieser Triathlon ist etwas speziell, denn es gilt den Parcours von 300m Schwimmen, 8km Radfahren und 3,1km Laufen drei mal hintereinander zu absolvieren. Also ein ideales Wechseltraining, nur warum findet sowas nicht zu Beginn der Saison statt. Und außerdem war auch der Start meiner Freundin Gisela, welche den Sprint-Tri am Vormittag machte, sehr früh für einen Sonntag nach einem Baürnhoffest am Samstag-Abend.
So schlief ich schon den ganzen Vormittag fast ein und nach einer kleinen Kohlenhydrat-Mahlzeit am Mittag bin ich dann ganz weggepennt. Gisela hatte Mühe, mich rechtzeitig vor dem Start wachzukriegen. So verschlafen versuchte ich meine Wechselzone möglichst optimal einzurichten und begab mich an den Schwimmstart in den 21-Grad kühlen Weiher. Darin wurde ich rassig wach. Ich startete in der zweiten Welle zusammen mit meiner Teamkollegin Claudia Günsberg. Sie hängte mich dann auf der ersten Schwimmrunde gleich ab und stieg als erste aus dem Wasser.
Nun gings rauf aufs Rad und erst mal die ersten 100m auf einem Kiesweg bis zur Strasse vor. Dort erwartete uns ein schöner Radparcour durch das Zürcher Wyland. Mir blieb allerdings wenig Zeit zum Geniessen, denn meine Verfolger waren bereits dicht auf den Fersen bzw. dem Hinterrad. Husch zurück in die Wechselzone, Laufschuhe anziehen und los geht’s.
Bereits nach knapp 400m hatte mich der erste Konkurrent eingeholt und ich versuchte, sein Tempo zu halten. Nach weiteren 500m war bei mir aber leider die Luft raus und ich trotte nur so vor mich hin. Den nächstfolgenden Konkurrenten wollte ich mich an die Ferse heften, aber ich hatte keine Kraft mehr, es wurde mir schlecht und der Kopf begann zu dröhnen.
So entschloss ich mich schweren Herzens nach 2/3 der Laufstrecke aufzugeben und lief zurück in die Wechselzone. Schade aber weniger ist halt doch manchmal mehr und die Gesundheit geht vor. So kann ich mich jetzt auf Hamburg freün, wo ich am grössten Triathlon Europas teilnehme und mal sehen, vielleicht gelingt mir ja dort nochmals ein gutes Resultat.
Resultate siehe My Results
Bilder vom Wylandtri

Uster-Triathlon vom 22. August 2004 / Motto: Flasche leer

Zum Glück bezieht sich dieses Motto nicht auf die Flasche im Fahrradrahmen sondern auf diejenige die obendrauf sitzt. Aber alles schön der Reihe nach. Uster ist ja, zumindest aus meiner Sicht, bekannt für eine schnelle Laufstrecke (siehe bisherige Resultate). Nur diese Jahr begann der Wettkampf eigentlich mitten in der Nacht, na ja, zumindest sehr früh am Morgen für einen Langschläfer wie mich. Unser Start war auf 07:40 Uhr angesetzt, damit wir nicht mit der Züri-Metzgete kollidieren. Relativ verschlafen kam ich ziemlich knapp an den Start in die Badi Niederuster. Aber wo blieb das übliche Startgedränge an der Leine? Keine Spur davon und man hatte in der vordersten Reihe noch sehr gut Platz. Waren wohl alle anderen auch zu müde, um sich die Topstartplätze zu schnappen oder starteten die starken Triathleten wohl in der ersten Welle um 07:20 Uhr? Wie auch immer, so gab es wenigstens kein Startgehacke und ich kam gut weg in den vordersten Positionen. Der Viereckkurs war dieses Jahr allerdings sehr optimistisch gesteckt mit nur knapp 1,5km bzw. einigen Metern weniger, sonst hätten nicht alle neü Schwimmbestzeiten und ich könnte mich mit meinen ca. 20min bald bei den Pro's melden ;-).
Aber was solls, raus aus dem Wasser, ein langer Spurt in die immer noch kieselsteinbelegte Wechselzone, Rad schnappen und ab die Post auf die Radstrecke. Nur was war denn da los? Die Flasche oben auf dem Rad hatte keine Kraft und trampte nur so vor sich hin. 'Hallo, guten Morgen, aufwachen' - sagte ich mir. Aber es nützte nichts. So musste ich meine Mitschwimmer ziehen lassen und konnte erst mit der zweiten Welle knapp mithalten. Na gut, quälen wir uns halt so über die Radstrecke via Oetwil, Egg die Forch hinauf und über Zumikon, Ebmatingen und Maur hinunter und um den Greifensee zurück nach Uster.
Mann, war ich froh, zurück in der Wechselzone zu sein. Dafür war ich jetzt endlich wach und nahm die Laufstrecke mit ungewohntem Elan in Angriff. Ich liess sogar noch zwei/drei Mitkonkurrenten stehen und es lief immer besser. Keine Spur mehr von Müdigkeit oder Flasche leer. Vermutlich hatte ich mich genügend ausgeruht auf dem Fahrrad. So beendete ich die zwei Laufrunden, welche nun endlich mit einer Zusatzschlaufe versehen auf volle 10km kamen, mit einer sehr guten Schlusszeit von 2:10:59 und lag damit nur knapp über der letztjährigen Schlusszeit. Alles in allem trotzdem ein schöner Wettkampf und von den Aussentemperaturen her ideal bzw. besser als wenn der Start erst am Mittag gewesen wäre. Uster bleibt nach wie vor für mich die Strecke mit dem schnellsten Laufsplit und ich freü mich schon auf den Wyland-Triathlon, wo vor allem die vielen Wechsel für Spektakel sorgen werden.

Züri-Triathlon vom 24. Juli 2004 / Motto: Wolken- und Speichenbruch

So, endlich gibt’s wieder positive Wettkampferlebnisse und auch wieder ein Race Report. Nach Yverdon (Police-Triathlon) mit noch lädiertem Rücken und Solothurn (VW-Circuit) in rekonvaleszentem Zustand mit schwacher Laufleistung hatte ich kurz Zeit, meinen Trainingsrückstand aufzuholen und fit zu werden für Zürich. Dank meinen Trainer gelang das hervorragend und ich fühlte mich schon vor dem Start beim Einschwimmen fit und hatte ein gutes Gefühl. So kam ich beim Schwimmstart gleich sehr gut weg und hatte meine Ruhe vor den Positionskämpfen und dem Gerangel. Einzig um die erste Boje wurde es etwas eng, danach war aber wieder Ruhe. Ich hatte unterwegs sogar Zeit, meinen Arbeitskollegen, welche im Boot sassen, zuzuwinken. Aber eigentlich wäre mir lieber gewesen, die hätten ein Seil ins Wasser gelassen und mich gezogen. So musste ich halt die 1,5 km selber schwimmen und war bereits nach 24min ferig. Der Wechsel aufs Velo gelang optimal und auch dort hatte ich von Anfang an Kraft und Druck und es lief nicht nur mir gut sondern auch dem Himmel. So ergossen sich während dem ganzen Radteilstück Kübel von Regenfällen über uns. Zum Glück hatte Petrus wenigstens mit den Temperaturen Erbarmen und es war warmer Regen. Weniger Glück hatte ich beim dritten Aufstieg am berüchtigten 'Heartbreak-Hill' und es knallte an meinem Hinterrad was zu einem 'Achti' im Hinterrad führte. Wie sich später herausstellte, war es eine gebrochene Speiche. Das wusste ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht und so musste ich das Tempo etwas reduzieren, um noch heil in die Wechselzone zurückzukommen. Dank diesem Zwischenfall konnte ich mich dafür schonen und war auf der abschliessenden Laufstrecke mit 2 Runden à je 5km motiviert, keine Plätze mehr zu verlieren. Dies gelang auch dank der lautstarken Unterstützung entlang der Laufstrecke durch meine Supporter und dem nach wie vor bedeckten Wetter, aber ohne weitere Regenfälle. So konnte ich in der 1. Runde sogar kurze Zeit mit dem mich überrundenden zukünftigen Schweizermeister Reto Hug während 200m mithalten. Zum Schluss verlor ich nur noch einen Platz und konnte den Zieleinlauf vollauf geniessen, obwohl der Boden unter meinen Füssen ganz aufgeweicht war. Mit dem Resultat und der Leistung konnte ich mega zufrieden sein und ich freü mich schon auf den nächsten Wettkampf in Uster. Ich habe ja dafür noch 4 Wochen Zeit, mein Training nochmals zu optimieren :-)
Bilder vom Züritriathlon

Zytturmtriathlon vom 13.6.2004 / Motto: no start

Hallo und welcome back zu einer neün Saison Triathlon. Leider habt ihr den Titel oben schon richtig gelesen. Für mich war der Start in die Saison 04 nicht sehr gut geglückt. Nach zwei Probeläufen im Thurgau (Minitriathlon) und Amberg/Bayern (Olympische Distanz) wäre der erste heimische VW-Circuit auf dem Programm gestanden und ich war topmotiviert - bis vor 14 Tagen. Dannzumal stand leider bei einer Radausfahrt plötzlich ein Auto vor mir und ich fuhr frontal rein. Fazit: ein aufgeschlagenes Kinn und starke Prellungen am Rücken. Ich hoffte bis zur letzten Minute, es könnte doch noch klappen mit einem Start aber es tat mir mein Rücken so weh, dass ich definitv Forfait geben musste. Ich fuhr zwar nach Zug, aber auch vom Wetter her war es dort ja nass und kalt. So begnügte ich mich halt mit Anfeürn meiner Teamkameraden und Kollegen und dem Essen eines Tellers Spaghetti Pesto. Jetzt bleibt zu hoffen, dass eine Woche später in Yverdon alles gut wird und ich starten und finishen kann.



Wylandtriathlon vom 31.8.2003 / aus der Sicht der Webmasterin

Nachdem ich mich am Sonntag morgen als Fun-Teammitglied schon um 9Uhr in die Fluten des Dinharder Weihers stürzen durfte, waren am Nachmittag die "Grossen" dran, sich bei dem ersten Interval-Triathlon dieser Art zu messen. Dabei mussten dreimal hintereinander die Distanzen 300m Schwimmen, 8.5km Velo fahren und 2.8km Laufen bewältigt werden. Meine Aufgabe dabei war es, rote Fähnchen zu schwenken, um die Autofahrer anzuhalten und die Teilnehmer in die richtige Richtung zu weisen, was sich bei einigen Sonntagsfahrern (nicht unter den Teilnehmern!) als gar nicht so einfach erwies!
Walti kam direkt von einer Nachtschicht klatschnass und totmüde in Dinhard an und sah - im Gegensatz zu unserem CT Michele, der schon ganz heiss auf das Rennen war - eher etwas weniger begeistert drein...
Wohl vor allem bedingt durch das schlechte Wetter erschienen weniger Teilnehmer als angemeldet waren und so wurde in nur 4 Startwellen im Abstand von jeweils 3 Minuten gestartet. Walti war in der letzten Welle und hatte somit 3, 6 oder 9 Minuten Zeitdifferenz zu den vorher Startenden, was es nicht einfach machte, herauszufinden, an welcher Stelle er lag. Zum Glück wurde sein (inzwischen etwas wacherer ;-) Gesichtsausdruck von Runde zu Runde aufgehellter, wie auch der Himmel, der zwischenzeitlich durch Regengüsse die Teilnehmer (und auch Fähnchenschwenkerinnen) ab- und auch auskühlte.
Während Michele, der zu Beginn an der Spitze des Feldes fuhr, vor allem auf der Laufstrecke Boden verlor, konnte sich Walti von Runde zu Runde an die (vor ihm) gestarteten FreeRadicals ranarbeiten und sich spannende Dülle mit Kontrahenden liefern, die ihn beim Laufen einholten, aber beim Schwimmen und Velofahren wieder passieren lassen mussten.
Schlussendlich landete Walti mit nur 10min Rückstand auf den Sieger, Marc Widmer vom Saeco asics wheeler-Team, auf dem 10.Platz, war bester FreeRadical und düste nach einer Portion Spaghetti wieder zur nächsten Nachtschicht!
Resultate siehe My Results
Bilder vom Wylandtri

Uster-Triathlon vom 24.8.2003 / Motto: The Final Race

Saisonabschluss des VW-Circuit bildete dieses Jahr wiederum der Uster-Triathlon. Ebenfalls war dieser Anlass beinahe ausgebucht und es wurde ein entsprechendes Gedränge in der Wechselzone. Leider hatten die Veranstalter nichts aus dem vergangenen Jahr gelernt und erneut eine Mega enge Zone auf dem Parkplatz oberhalb der Badi Uster hingepflanzt. Man konnte kaum sein Fahrrad deponieren und nur gerade die mittlere Reihe hatte genügend Platz um sich zu wenden und asphaltierten Untergrund wo man sich nicht die Füsse an Scherben oder spitzen Kieselsteinen aufschnitt. Aber routinierte Athleten konnte auch das nicht aus der Ruhe bringen und schon gar nicht zum Saisonabschluss.
So hiess es nach dem Einrichten und Einlaufen um 1030 Uhr Start für die erste Welle in der Badi Uster. Die Schwimmstrecke führte über die Distanz von 1,5km in einem Viereckkurs durch den Greifensee bei fast 26 Grad warmem Badewasser (nur Rheumabäder habens noch wärmer). Aber das kennen wir ja in dieser Saison schon. Mir schwamm es vom Start weg gut und ich konnte relativ ungehindert neben dem restlichen Feld meine Bahn ziehen (warum machen alle einen Linksbogen zur Boje hin??). Im Hafen Uster waren zwei Helfer beim Ausstieg über eine Stufe behilflich und nach kurzem Sprint über die Wiese (ja, es gibt auch Triathlons mit kurzen Schwimmausstieg- Wechselzonen-Distanzen) war ich bei meinem Kieselsteinboden-Wechselzonenplatz.
Ausnahmsweise zog ich die Radschuhe schon vor dem Aufsitzen aufs Velo an (normalerweise bereits eingeklickt und im Fahren anziehen), um allfälligen Fuss-Verletzungen vorzubeugen. Auf der Radstrecke konnte ich bis Oetwil a.S. gut in einer grösseren Gruppe mithalten, wo auch mein ewz-Teamkamerad Gontscho Gyagang dabei war. Beim ersten Aufstieg von Oetwil Richtung Egg, wo wir den Freeradicals-CT Michele Müller überholten, war auch für mich das Tempo zu hoch und ich musste mit einem grösser werdenden Rückstand auf die Gruppe den Aufstieg in die Forch in Angriff nehmen. Von der Forch bis hinunter nach Maur war ich alleine unterwegs, bis Michele von hinten wieder auf mich aufschloss (vermutlich dank der Wut im Bauch über seine schwarze Karte, warum auch immer). Von Maur über Fällanden, Schwerzenbach bis nach Uster zurück kamen wir zügig voran, natürlich korrekt mit je einem Abstand von 10 Metern zum Vordermann.
In der Wechselzone war Michele schneller umgezogen (trainierte er bereits für den Intervall-Tri Wyland?) und vor mir auf der Laufstrecke. Aber nach ca. 800 Metern hatte ich ihn abgefangen und konnte bis ins Ziel noch einen Vorsprung von knapp 6 Minuten auf ihn rauslaufen. überhaupt 'lief' es mir heute genial gut und ich blieb auf der gesamten Laufstrecke à 2 Runden zu je 5km locker und musste mich nur gerade von den Pro's, welche eine Runde vor uns waren, überholen lassen.
Schlusszeit am Ende: 2:10:18, Rang 25 in der HK. Das war ja zum Abschluss der Tri-Saison ein ganz neüs Laufgefühl und gibt Hoffnung auf die restlichen Herbst-Läufe des Züri-Lauf-Cups. Und wie sieht den die Schluss-Bilanz im VW-Circuit aus? Ich konnte mich gegenüber dem Vorjahr um 7 Plätze auf den 26. Schlussrang in der Hauptklasse verbessern. Also auch da geht's aufwärts.
Im FreeRadicals-internen Düll um das beste Club-Ergebnis steht es 2:2 zwischen Michele und mir, wobei ich in Uster noch meinen 6-Punkte Rückstand auf einen 34-Punke Vorsprung ausbaün konnte.
Jetzt heisst's vorerst hasta lügos VW-Circuit, see you next year. Aber Race-Reports und News gibt's auch dieses Jahr noch. Also, dranne bliebe, dranne bliebe, dranne bliebe.
Resultate siehe My Results
Bilder von Uster

Triathlon de Nyon vom 11.8.2003 / Motto: Schw(e)i(t)zermeisterschaft

Ja, ihr habt den Titel schon richtig gelesen. Es war nicht nur die Schweizermeisterschaft angesagt in Nyon sondern es artete zu einer richtigen Schwitzermeisterschaft aus. Kein Wunder, wenn man die Aussentemperatur von 39 Grad im Schatten und die Startzeit von 1240 Uhr für die Hauptklasse anschaut. Das kann ja heiss werden. Für mich war schon die Vorbereitung heiss, denn ich hatte in der Nacht vor dem Triathlon Nachtdienst, und das ausgerechnet am Streetparade-Weekend. Zum Glück konnte ich doch noch dank meinen Kollegen ne Mütze voll Schlaf nehmen. Aber um 0630 Uhr schrillte schon der Wecker und um 0700 Uhr stand Sarah Hruby, meine ewz- und Arbeitskollegin auf der Wache, um mich abzuholen *gähhn*. So düsten wir Richtung Nyon. Unten angekommen, empfing uns bereits Gisela, welche am Vormittag schon den Mini-Tri absolvierte und noch recht glücklich dreinschaute. So schlimm kanns also nicht sein, dachte ich mir. Startnummern abholen und dann Wechselzone, welche sich in einem Leichtathletikstadion befand, einrichten verliefen ohne Problem. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, wie weit weg die Schwimmstrecke war bzw. wie weit man vom Schwimmen ins Stadion zu rennen hatte. Ich lernte die Strecke aber schnell kennen beim Hinunterlaufen an den See. Das waren mindestens 500m zu Fuss. Das gibt ja ne miese Schwimmzeit, wenn der Zwischenzeitmessbalken erst im Stadion oben ist. Hier war sowieso alles etwas länger. Zum einen eben die Laufstrecke vom Schwimmen zum Velo, dann die Radstrecke welche 44km umfasste und bei der Laufstrecke waren es im Endeffekt auch mehr als 10km.
Zürst gings jetzt aber mal ans Schwimmen. Bei den Temperaturen natürlich ohne Anzug (Wasser 27Grad!!!). Es galt, einen Rechteckkurs einmal abzuschwimmen. Leider war um die Mittagszeit das Wasser sehr wellig und insbesondere auf der Aussenseite war es recht anstrengend zu schwimmen. Ich kam aber gut durch und bewältigte auch die Laufstrecke ins Stadion in guten 2 Minuten, was eine totale Schwimmzeit von ca. 26 Minuten ergab.
Auf dem Rad hatten wir 4 Runden à 11km zu absolvieren mit einem rechten Anstieg gleich beim 2ten km. Dafür gings nach der Hälfte nur noch abwärts und man konnte sich einigermassen erholen. Leider erlitt ich bereits beim ersten Aufstieg einen Dämpfer, denn meine Schaltung war leider immer noch nicht ganz in Ordnung und ich konnte keine Kraft auf die Pedalen geben, da sonst die Kette übersprang bzw. der Wechsler spukte und ich wäre vermutlich mit demselben Defekt wie in Barcelona am Strassenrennen hängengeblieben. Also hiess es etwas Kraft zurücknehmen und in nen kleineren Gang schalten. Ab er 3ten Runde kamen dann immer mehr Radfahrer auf die Strecke von den später gestarteten Senioren-Kategorien und es wurde sehr unübersichtlich bzw. es war mal wieder fast kein Fahren mehr möglich ohne nicht ne Drafting-Regel zu verletzen. So war ich dann froh, die 4 Radrunden in einer Zeit von ca. 1:11' absolviert zu haben.
Nur wusste ich noch nicht, dass mich gleich der Hammer treffen würde beim Laufen. Ich konnte von beginn weg überhaupt nicht forcieren und musste mitansehen, wie meine Radbegleiter von dannen zogen und auch von hinten wurde ich mehr und mehr überholt. Es war mir schlichtweg viel zu heiss und das trotz einem 10-tägigen Aufenthalt in Barcelona und einem dortigen Triathlon. Aber dieses Training schien sich nicht als Vorteil zu erweisen. So blieb mir nur noch, auf der meist auf dem offenen Feld geführten Laufstrecke, welche zweimal bewältigt werden musste, mich von Trinkposten zu Trinkposten zu schleppen, um danach wenigstens für 500m wieder Energie zu haben bzw. den Körper abzukühlen.
Aber irgendwann hatte auch dieses Leiden ein Ende und ich kam nach einem kurzen Schlussspurt (wenigstens einen Platz hab ich mir zurückerobert) mit einer Laufzeit von knapp 50 Minuten und einer Totalzeit 2:29.43 auf den befriedigenden 29. Kategorienschlussrang von 84 Teilnehmern. Zum Schweizermeistertitel hätten noch ca. 20 Minuten gefehlt aber den "Schwitzermeistertitel" hab ich wie alle anderen Teilnehmer mit Sicherheit gewonnen.
Fazit: Es war heiss aber schön und ich freü mich auf den saisonabschliessenden Triathlon in Uster, wo es nochmals zu einem hoffentlich spannenden Düll zwischen Michele (unserem CT) und mir kommen wird!
Resultate siehe My Results
Bilder von Nyon

Schwarzsee Triathlon vom 19. Juli 2003 / Motto: Da ging einiges

Triathlon Nr. 3 des VW-Circuit und mit 1’100m Höhe der Höchstgelegene der Serie. Auch landschaftlich ist er wohl einer der Schönsten, denn der Schwarzsee liegt in einem hochgelegen Kessel, umgeben von Bergen und nur mit einem Ausgang Richtung Tal hinunter. Und eben dort hinunter führte uns auch die Radstrecke. Aber wie immer, alles schön der Reihe nach. Der Start war auf 14:15 Uhr angesetzt. So musste ich mich nicht allzu früh auf den Weg Richtung Freiburgerland bzw. Düdingen und dann ins Hinterland machen. Ich war zusammen mit Michele Müller unterwegs und schon bei der Anreise mussten wir feststellen, dass dies wohl eine strenge Radstrecke werden dürfte. Vom Wendepunkt im Tal stieg es permanent über Rampen während 10km bis man am Schwarzsee oben ankommt. Die Wechselzone, Festwirtschaft, Ziel etc. liegen auf einem Waffenplatz. Nach der Startnummernausgabe konnte man sich in einer fast leeren Wechselzone ungewohnt stark ausbreiten. Offensichtlich war aufgrund des eine Woche später stattfindenen Ironmans die Teilnehmerzahl nicht so gross und wir hatten entsprechend mehr Platz. Die Sonne schien um diese Zeit schon unerbittlich und das Thermometer stieg bedrohlich Richtung 30°. Sogar der sonst kühle Schwarzsee hatte 23° Wassertemparatur und es war zum zweiten Mal in diesem Jahr Schwimmen ohne Neopren angesagt.
Der Start erfolgte pünktlich um 14:15 Uhr mit einem Dreieckschwimmkurs, welchen wir zwei Mal zu absolvieren hatten. In der zweiten Reihe gleich hinter der Pro-Serie durften wir ‘Normalos’ starten und ich kam von Anfang an gut weg und konnte relativ ungehindert die 1,5km in einer Zeit von ca. 23 Minuten absolvieren. Allerdings wurde allen klar, woher der See seinen Namen hatte, denn bei ca. 250 im Wasser startenden Triathleten, welche alle mit den Füssen am Grund abstossen, ergiebt dies eine undurchdringliche dunkle Brühe, die vor allem in der zweiten Schwimmrunde die Sicht stark beeinträchtigte und bei den warmen Wassertemperaturen auch übel zu riechen begann. Beim Ausstieg aus dem Wasser fing ich mir einen Oberschenkelkrampf ein und so konnte ich die ca. 400m bis zur Wechselzone nur humpelnd erreichen. Einmal mehr wurde mir klar, warum die Laufstrecke auf 9km gekürzt wurde, wenn man so weit zur Wechselzone laufen muss vom Wasser her (analog Solothurn). Der Wechsel aufs Rad verlief problemlos und jetzt waren auch erst mal 10km ausruhen angesagt, denn die Radstrecke führte eben hinunter ins Tal – hab ich mir gedacht. Aber da kam schon Michele angebraust und auch andere machten talwärts mächtig Druck. So musste ich wohl oder übel mitgehen und nach dem Wendepunkt talaufwärts war ich dann dran mit Druck machen und konnte gut mithalten. Auch bei der zweiten Abfahrt war die Situation wie oben und bergaufwärts lief es mir dann sehr gut und ich konnte nach ca. 1h09’ wechseln. Die Laufstrecke war zwar landschaftlich etwas vom Schönsten, weil sie um den ganzen Schwarzsee führt durch Wald und über Felder sowie der Strasse entlang bis fast zum Start/Ziel-Gelände und danach alles retour. Leider hatte sie den Nachteil, dass sie relativ stark coupiert war und es immer heisser wurde. So hatte ich das Gefühl, stehen zu bleiben. Die Zeit von ca. 37 Minuten für 9km bei dieser Hitze und in diesem Gelände war dann allerdings nicht so schlecht. Die Schlusszeit von 2h12’ und der 43-te Gesamtrang bzw. bester FreeRadical zu sein war ein gutes Gefühl und gibt Selbstvertraün für die World Police and Fire Games in Barcelona von nächster Woche bzw. die letzten zwei Rennen in der Schweiz in Nyon und Uster. Fazit: Da geht noch einiges aber ich bin auf gutem Weg.
Resultate siehe My Results



Mathys Triathlon Solothurn vom 6. Juli 2003 / Motto: Dümpelwettkampf

Triathlon Nr. 2 in diesem Jahr. Nach Zug kann es ja nur noch besser werden, dachte ich mir. Und vom Wetter her schien es wiederum ein perfekter Triathlon-Tag zu werden. Nach einer Schlechtwetterphase war es der erste warme Tag. So machte ich mich um 9 Uhr auf den Weg nach Solothurn, da der Start erst auf 12:10 Uhr angesetzt war. Die Wechselzone haben sie dieses Jahr weiter weg vom Flussufer auf eine Wiese verlegt. Dies hieß aus dem Wasser und ca. 400m laufen. Laufen wurde hier sowieso gross geschrieben, denn man mußte an den Schwimmstart zürst ca. 2.3km flußaufwärts laufen. Deshalb haben sie vermutlich auch die Laufstrecke auf 9km gekürzt und die Radstrecke auf 38km statt 40km angesetzt, um all die zusätzlichen Laufkilometer zu kompensieren. Geschwommen wurde in der Aare flußabwärts über 2.3km was ca. 1.5km in stehendem Gewässer entspricht. Da die Wassertemperatur nur gerade bei knapp 20° lag, durften wir im Neoprenanzug schwimmen. Ich erwischte einen guten Schwimmstart und konnte von Beginn weg relativ ungehindert in der Mitte des Flusses schwimmen. Zum Glück war die Strömung relativ stark, so daß ich nach ca. 26 Minuten aus dem Wasser kam im vorderen Viertel des Feldes gleich zusammen mit Michele Müller (Chief Team FreeRadicals). Wir wechselten fast gleichzeitig aufs Fahrrad. Und auf der Radstrecke ging es gleich von Beginn weg ganz schön aufwärts (leider nur topographisch gesehen). Es wollte nicht mehr aufhören mit Aufstiegen und meine Beine waren von Beginn weg schwer wie Blei. So dümpelte ich mich halt durch die Radstrecke. Es mußten zwei Runden à je 19km absolviert werden, also zwei Mal diese Aufstiege. Leider überholten mich Gruppen um Gruppen. Nach ca. 1 Stunde 8 Minuten hatte ich es auch geschafft und durfte in die Wechselzone ohne Zwangspause wie in Zug als ich in die Penalty-Box musste. Michele war natürlich schon über alle Berge bzw. einiges vor mir auf der Laufstrecke. Ich hoffte aber doch noch, ihn im Laufen einzuholen. Meine Beine waren auf den ersten Laufkilometern erstaunlich locker, aber ich kam leider trotzdem nicht vom Fleck und bei Kilometerzeiten von über 4 Minuten sind im Triathlon auch keine Brötchen zu holen. Wenigstens büsste ich keine weiteren Plätze mehr. Doch auf dem letzten Kilometer schlich sich ein Mannschaftskollege vom ewzpowerteam von hinten an und ich mußte noch Gas geben, um mich wenigsten vor ihm ins Ziel zu retten mit einer Laufzeit von ca. 39 Minuten. Ach ja und Michele hab ich wohl immer vor mir gesehen aber ganz einholen konnte ich ihn bis ins Ziel nicht, er hatte am Schluß knapp eine Minute Vorsprung. Alles in allem war es ein schöner Wettkampf aber von den Zeiten her leider nur ein mittleres Dümpeltraining. Hoffen wir also auf Schwarzsee, daß ich dort mehr Biß habe. Jetzt kann`s wirklich nur noch besser werden.
Resultate siehe My Results

Bilder von Solothurn


Zytturm-Triathlon Zug vom 15.6.2003 / Motto: Pleiten, Pech und Pannen

Zur Triathlon-Saison-Eröffnung stand einmal mehr der Zytturm-Triathlon auf dem Programm über die Kurzdistanz von 1.5/40/10. Die Strecke wurde gegenüber dem Vorjahr geändert. So führte die Radstrecke nicht wie letztes Jahr auf Walchwil und zurück x2 sondern wieder wie früher rund um den Zugersee. Auch die Laufstrecke war leicht geändert und etwas länger gegenüber dem Vorjahr. So waren denn alle erstaunt im Ziel ob ihren langsamen Laufzeiten, auch ich. Aber schön alles der Reihe nach. Der Start der Hauptklasse war auf 08:10 Uhr angesetzt. Das hiess also früh aus den Federn, Fahrrad verladen und ab nach Zug. Ich war aber doch schon um 06:45 Uhr bei der Startnummernausgabe, wo es noch einigermassen ruhig zu und her ging. Das Finisher-T-Shirt (jedesmal ein Highlight und nur schon deshalb das Startgeld wert) war wiederum von Skinfit und zum Jubiläumsjahr (10 Jahre) in königsblau mit graün Einsätzen. Einfach genial. Aber eigentlich war ich ja des Wettkampfs wegen hier und so hiess es Vorbereiten, Wechselzone einrichten, noch ein leichtes Einlaufen und dann ab auf den Fussmarsch zum 10 Minuten entfernten Schwimmstart. Und da begann die Unglücksserie. Der Reissverschluss von meinem neün Skinfit-Einteiler vom ewz-power-team verklemmte sich derart unglücklich das er am Ende ausriss und nicht mehr brauchbar war. Was nun? Die Schwimmstrecke war bei 24Grad Wassertemperatur natürlich ohne Neopren zu bewältigen. So musste ich also das Oberteil notdürftig in den unteren Teil stopfen und so schwimmen. Der Wassermassenstart glückte mir einigermassen und ich konnte nach ca. 400 Meter relativ ungehindert vorwärtsschwimmen im vorderen Viertel des Feldes. Nach rund 27 Minuten entstieg ich den Fluten des Zugersees und schwang mich mit provisorisch angezogenem Oberteil, welches halt hinten offen war, aufs Rad. Bis Arth-Goldau konnte ich mich gut in einer grösseren Gruppe halten. Allerdings war immer wieder das Problem Windschattenfahren aktüll und jeder versuchte so gut es ging, dies zu vermeiden. In Arth-Goldau hatte aber ein Race-Marshall kein Erbarmen mit mir und brummte mir eine schwarze Karte auf (= 1'30'' Waitingbox bei der Rückkehr von der Radstrecke). Da war schon das zweite Unglück. Höhe Immensee (ca. km 25) kam es dann aber noch schlimmer. Ich fuhr wohl etwas zu schnell in einen Kreisel und musste stark bremsen, was zur Folge hatte, dass das Hinterrad weg- und ich ausrutschte und stürzte. Folgen: verbogene Sattelstütze, rausgesprungene Kette, Prellung an der Hüfte und div. Kratzspuren an Schuh, Pedalen, Lenker. So kämpfte ich mich halt mit schwarzen Fingern und einer unmöglichen Sitzposition (stellt mal den Sattel nach ganz hinten ein) zurück in die Wechselzone via Waitingbox. Zeit insgesamt mit (und eben nicht immer auf) dem Fahrrad ca. 65 Minuten und x Positionen verloren. So nahm ich dann die Laufstrecke relativ entkräftet und ziemlich niedergeschlagen in Angriff. Ich konnte auch nicht mehr aufdrehen und war ziemlich kaputt. Und jetzt kam auch noch die Hitze dazu, denn die Sonne begann sich doch bemerkbar zu machen und es wurde ca. 25Grad warm. So war ich dann froh, nach ca. 45 Minuten Laufzeit endlich das Ziel zu erreichen. Nicht einmal mehr für einen Schlussspurt reichte es. Die Zeit von 2:17':28'' entsprach auch nicht gerade meinen Wunschvorstellungen. Aber nach einer solchen Negativserie kann man auch nur froh sein, im Ziel zu sein und das schöne Finisher-Shirt überzustreifen, das man sich letztendlich doch ehr- und redlich verdient hatte und einem für alles entschädigte. Und die Lehre aus diesem Eröffnungsrennen: nächstes mal wird alles besser.

Resultate siehe My Results